Ziel des Wahlprogrammes ist es, dass der Ostkreis auch für künftige Generationen lebenswert bleibt und für junge Menschen attraktiv wird, um der Abwanderung in die Städte entgegenzuwirken. Erster Baustein hierfür ist eine intakte Umwelt. So fordert die JU Ostkreis Gießen unter anderem die Aufforstung und Erhaltung der Wälder im Ostkreis wie auch die Erhaltung und Pflege der vorhandenen Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler. Auch bekennt sich die JU Ostkreis Gießen klar zur Energiewende. In diesem Zusammenhang befürwortet die JU Ostkreis Gießen die Förderung des Ausbaus von Photovoltaik-Anlagen, einem Ausbau der umstrittenen Windkraftanlagen steht sie aufgrund der negativen Auswirkungen auf Natur und Landschaft skeptisch gegenüber. Langfristig sollen die Verwaltungen der Kommunen im Ostkreis klimaneutral werden.

Im sozialen Bereich ist es für die JU Ostkreis Gießen außerordentlich wichtig, dass die Jugendhilfe in den jeweiligen Gemeinden Angebote für Jugendliche bereitstellt. Die Angebote müssen jedoch stets finanziell zweckmäßig sein.

Die JU Ostkreis Gießen bekennt sich zum Gewerbegebiet Lumda und fordert eine zügige Umsetzung des Projekts. Damit die Gemeinden im Ostkreis Gießen weiterhin attraktiv bleiben für junge Leute und wirtschaftlich nicht abgehängt werden, muss die digitale Infrastruktur im Ostkreis flächendeckend ausgebaut werden. Die JU Ostkreis Gießen steht entschlossen für einen flächendeckenden Glasfaserausbau im Ostkreis. Auch sollen an öffentlichen Plätzen W-LAN-Hotspots eingerichtet werden.

Im ländlichen geprägten Ostkreis sind Vereine und andere ehrenamtliche Vereinigungen wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens, jedoch ist es für die aufgrund der überbordenden Bürokratie schwierig für die handelnden Akteure Förderanträge oder ähnliches zu stellen. Von daher fordert die JU Ostkreis Gießen, dass in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen der Ostkreiskommunen feste Ansprechpartner für Vereine zu schaffen sind. Die Kommunen sollen prüfen, ob sinnvolle Investitionen in die Ausstattung der Feuerwehr zu tätigen sind.

Die Kommunen im Ostkreis Gießen sollen einen ausgeglichenen Haushalt anstreben. Eine Neuverschuldung ist - wenn es vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie möglich ist - zu vermeiden oder in einem moderaten Rahmen zu gestalten. Vorhandene Schulden sind aus Gründen der Generationengerechtigkeit abzubauen. Generell gilt für die JU Ostkreis Gießen das Credo: „Einsparungen gehen vor Steuererhöhungen“. Die Gemeindeverwaltungen im Ostkreis sind bürgernah zu gestalten und aus diesem Grund soll das Onlinezugangsgesetz (OZG) konsequent umgesetzt werden. Die Verwaltungen sind grundsätzlich zu entbürokratisieren und zu digitalisieren. Die JU Ostkreis Gießen fordert, eine Vertiefung der interkommunalen Zusammenarbeit im Ostkreis, dort wo es sinnvoll ist, um die Haushalte zu entlasten. Gleichwohl lehnen wir jede Form des Aktionismus in diesem Bereich strikt ab.

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